{"id":1275,"date":"2020-09-15T19:28:44","date_gmt":"2020-09-15T19:28:44","guid":{"rendered":"https:\/\/learning-journey.info\/?p=1275"},"modified":"2020-10-08T16:20:02","modified_gmt":"2020-10-08T16:20:02","slug":"tag-52-das-pilgerbier","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/learning-journey.info\/index.php\/2020\/09\/15\/tag-52-das-pilgerbier\/","title":{"rendered":"Tag 52: Das Pilgerbier"},"content":{"rendered":"\n<p>Heute morgen um acht Uhr gab es das erste schweizerische Fr\u00fchst\u00fcck. Jippi. Das beste daran war der w\u00fcrzig kr\u00e4ftige K\u00e4se. Wie ich diesen K\u00e4se liebe. Hier war ich genau richtig. Neben dem leckeren K\u00e4se gab es zudem noch ein Ei, selbst gemachtes Brot und Konfit\u00fcre. Das Wetter war leider bedeckt, sodass es kaum richtig hell wurde. Das gab dem morgen allerdings eine sch\u00f6ne gem\u00fctliche Atmosph\u00e4re. Die Kerze die auf dem Tisch stand verst\u00e4rkte den gem\u00fctlichen Flair. Als ich ganz gen\u00fcsslich in mein belegtes K\u00e4sebrot biss kam ein M\u00e4del um die Ecke, dass ebenfalls hier auf dem Hof \u00fcbernachtet hatte.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Wir hatten uns gestern kurz gesehen, mehr aber nicht. Daf\u00fcr hatten wir nun die Gelegenheit uns n\u00e4her kennenzulernen. Sie war auf dem Jakobsweg f\u00fcr ein paar Tage. Eigentlich w\u00e4re ihre Freundin mitgekommen, doch sie ist leider kurzfristig krank geworden. Ich schw\u00e4rmte davon wie gut der Jakobsweg hier in der Schweiz ausgeschildert ist. Das konnte sie best\u00e4tigen und erg\u00e4nzte, dass es von Kanton zu Kanton unterschiedlich sei. So kamen wir auf das Thema der Diversit\u00e4t der Kantone, was sehr interessant war. Ich lernt zunehmend mehr \u00fcber die Schweiz und fing an das Land immer mehr zu lieben.<\/p>\n\n\n\n<p>Nach einem letzten kurzen Plausch mit der sehr netten und lieben Inhaberin, verabschiedete ich mich und begab mich auf den Jakobsweg. Zun\u00e4chst f\u00fchlte ich mich ein wenig verloren und wusste nicht wo es lang ging. Soviel zu der guten Beschilderung, die just in dem Moment nicht gegeben war. Auch mein gelber Reisef\u00fchrer konnte mir nicht wirklich weiterhelfen. 17 Euro f\u00fcr die Tonne ? Na dann musste ich mich halt auf mein Bauchgef\u00fchl verlassen. Nach der n\u00e4chsten Kreuzung sah ich, dass mein Gef\u00fchl mich nicht get\u00e4uscht hatte. Ich hatte den Weg wieder gefunden.<\/p>\n\n\n\n<p>Vorbei an vielen verschiedenen Kuhweiden ging mein kleines Herzchen auf. Ein weiterer Grund warum ich dieses Land noch mehr liebte. \u00dcberall K\u00fche, wo man nur hin sah. Hach war das sch\u00f6n. An einer Weide kamen mir sogar drei K\u00fche hinterher gelaufen. Und bald darauf die ganze Herde. ? War das grandios.<\/p>\n\n\n\n<p>Weiter auf meinem Weg kam ich zur Mittagszeit in dem Dorf Sirnach an. Wie es ab und zu so \u00fcblich ist, sah ich auch hier ein kleines Informationsschild f\u00fcr Pilgerer. Hin und wieder la\u00df ich mir die Infos zur Geschichte oder zu hiesigen Gegebenheiten durch. So auch heute. Ganz unten la\u00df ich dann, dass in der Gaststube Zum Engel auf Anfrage eine Pilgermahlzeit offeriert wird. Diese wird von der Gemeinde gestiftet. Ja dann nichts wie hin, dachte ich. Soweit lag die Gaststube nicht entfernt, ca. 10 Minuten zu Fu\u00df. Doch als ich ankam war die Stube zu. Auch das Klingeln und Klopfen half nichts. Na gut, ein Versuch war es wenigstens Wert. ?<\/p>\n\n\n\n<p>Nachdem ich wieder auf dem Jakobsweg lief, kam ich an einer Wohnsiedlung vorbei, wo ich auf zwei junge M\u00e4nner traf. Von den beiden netten Jungs hatte ich den Tipp bekommen, dass ich unbedingt in Fischingen, meinem heutigen Ettapenziel, das Bier der dortigen Brauerei namens Pilgrim probieren m\u00fcsste. Das h\u00f6rte sich gut an und wenn es nicht allzu teuer ist w\u00fcrde ich auch eins probieren. Gesagt getan, ich kam in Fischingen an. Zun\u00e4chst schaute ich mir die Kirche, dann das Kloster und letztendlich die Brauerei an. Da das Bier in der Brauerei wesentlich g\u00fcnstiger war als im Restaurant, holte ich mir dort eins. Doch vorher probierte ich mich durch alle Sorten. Einfach fabehaft. War gar nicht mal so schlecht,die verschiedenen Biersorten. Ich kaufte mir eine Flasche und setzte mich damit ein paar Meter weiter in den Klosterpark auf die einzige Bank unter einer Linde. Ich hatte noch gen\u00fcgen Zeit bis ich zu meiner n\u00e4chsten Couchsurfing \u00dcbernachtung bei Vincent und Anghhi, sodass ich das Bier in Ruhe genie\u00dfen konnte. Ich machte das Bier auf, stellte es kurz auf die Bank, um mich kurz zu sortieren. Pl\u00f6tzlich kippte das gute Bier um. Och nein. War mal wieder typisch ich. Naja zum Gl\u00fcck fehlte nur eine kleiner Schluck. Dieser Schluck schmeckte umso mehr einer kleinen Wespe. Na dann mal Prost.<\/p>\n\n\n\n<p>Nach gut einer Stunde war die Flasche leer und ich war ein wenig anges\u00e4uselt. Ohje und jetzt ging es langsam zu meinen Couchsurfing Hosts. Was sollten die nur von mir denken. Augen zu und durch.<br>Ich wurde ganz lieb und freundlich begr\u00fc\u00dft. Vinc zeigte mir direkt mein Zimmer und das separate Gest\u00e4ste-WC inkl. Dusche. Alles war neu und das Haus war sehr modern. Schnell sprang ich unter die Dusche und machte mich frisch, davon ausgenommen mein Kopf. Leider war ich immer noch etwas anges\u00e4uselt, aber wenigstens etwas weniger als zuvor. Mit einer neuen frischen Briese ging es nach unten zu Vinc und Anghhi. Beide bereiteten das spanische Abendessen f\u00fcr uns vor.<br>Dabei fragte Vinc mich, ob ich gerne ein Bier m\u00f6chte. Ich lehnte ab und sagte, dass ich erst einmal ein Wasser trinken w\u00fcrde. Wir unterhielten uns zu Beginn \u00fcber unsere witzigsten Couchsurfing Erlebnisse. Da packte Vinc aus, dass zwei Mormonen aus Salt Lake City bei ihnen mal \u00fcbernachtet hatten. Sie hatten ihre T\u00fcre vom G\u00e4stezimmer offen stehen lassen und wurden am n\u00e4chsten Morgen von dem lauten Ger\u00e4usch der Kaffeemaschine geweckt. Sie beschwerten sich dar\u00fcber, worauf Vinc ihnen jedoch antwortete, dass sie doch ihre T\u00fcre schlie\u00dfen k\u00f6nnten. Nein, also dass w\u00fcrden sie nicht machen, sagten die zwei Mormonen. Denn so k\u00f6nnte man stets sehen, dass sie nichts Unrechtes tuen w\u00fcrden. Naja, sagte Vince, wenn ihr Bock darauf habt euch von hinten zu begatten, na dann los. Mir ist das ziemlich egal. Davon waren die Mormonen so schockiert, dass sie innerhalb von einer halben Stunde das Haus verlie\u00dfen. Ich konnte nicht mehr vor lachen.<br>Zum Schluss erg\u00e4nzte Vinc noch, dass ihm seit daher Leute suspekt seien, die kein Alkohol trinken w\u00fcrden. Na super, da waren die Sorgen zu Beginn v\u00f6llig umsonst. Daraufhin bestellte ich direkt ein Bier.<\/p>\n\n\n\n<p>Nachdem wir lecker gegessen hatten wurde es feucht fr\u00f6hlich. Zum Essen gab es Wein, danach Liquor 43 und noch viele weitere leckere Fl\u00fcssigkeiten. Der Abend wurde zunehmend lustiger. Sie kl\u00e4rten mich \u00fcber die Schweiz auf und berichteten von ihren Couchsurfing Festival, was sie jedes Jahr veranstalteten. Einfach mega geil. Der Abend wurde lang. Verdammt lang daf\u00fcr dass beide am n\u00e4chsten Morgen gegen f\u00fcnf wieder aufstehen mussten. Gegen halb zwei torkelten wir langsam in unsere Betten und schliefen direkt ein. Das war der bisher beste Couchsurfingabend. <\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-container-2 wp-block-gallery-1 wp-block-gallery columns-3 is-cropped\"><ul class=\"blocks-gallery-grid\"><li class=\"blocks-gallery-item\"><figure><img loading=\"lazy\" width=\"769\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/learning-journey.info\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/IMG-20200915-WA0022-769x1024.jpg\" alt=\"\" data-id=\"1276\" data-link=\"https:\/\/learning-journey.info\/?attachment_id=1276\" class=\"wp-image-1276\" srcset=\"https:\/\/learning-journey.info\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/IMG-20200915-WA0022-769x1024.jpg 769w, https:\/\/learning-journey.info\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/IMG-20200915-WA0022-225x300.jpg 225w, https:\/\/learning-journey.info\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/IMG-20200915-WA0022-768x1023.jpg 768w, https:\/\/learning-journey.info\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/IMG-20200915-WA0022-1153x1536.jpg 1153w, https:\/\/learning-journey.info\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/IMG-20200915-WA0022.jpg 1201w\" sizes=\"(max-width: 767px) 89vw, (max-width: 1000px) 54vw, (max-width: 1071px) 543px, 580px\" \/><\/figure><\/li><li class=\"blocks-gallery-item\"><figure><img loading=\"lazy\" width=\"769\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/learning-journey.info\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/IMG-20200915-WA0023-769x1024.jpg\" alt=\"\" data-id=\"1277\" data-link=\"https:\/\/learning-journey.info\/?attachment_id=1277\" class=\"wp-image-1277\" srcset=\"https:\/\/learning-journey.info\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/IMG-20200915-WA0023-769x1024.jpg 769w, https:\/\/learning-journey.info\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/IMG-20200915-WA0023-225x300.jpg 225w, https:\/\/learning-journey.info\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/IMG-20200915-WA0023-768x1023.jpg 768w, https:\/\/learning-journey.info\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/IMG-20200915-WA0023-1153x1536.jpg 1153w, https:\/\/learning-journey.info\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/IMG-20200915-WA0023.jpg 1201w\" sizes=\"(max-width: 767px) 89vw, (max-width: 1000px) 54vw, (max-width: 1071px) 543px, 580px\" \/><\/figure><\/li><li class=\"blocks-gallery-item\"><figure><img loading=\"lazy\" width=\"769\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/learning-journey.info\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/IMG-20200915-WA0021-769x1024.jpg\" alt=\"\" data-id=\"1278\" data-link=\"https:\/\/learning-journey.info\/?attachment_id=1278\" class=\"wp-image-1278\" srcset=\"https:\/\/learning-journey.info\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/IMG-20200915-WA0021-769x1024.jpg 769w, https:\/\/learning-journey.info\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/IMG-20200915-WA0021-225x300.jpg 225w, https:\/\/learning-journey.info\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/IMG-20200915-WA0021-768x1023.jpg 768w, https:\/\/learning-journey.info\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/IMG-20200915-WA0021-1153x1536.jpg 1153w, https:\/\/learning-journey.info\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/IMG-20200915-WA0021.jpg 1201w\" sizes=\"(max-width: 767px) 89vw, (max-width: 1000px) 54vw, (max-width: 1071px) 543px, 580px\" \/><\/figure><\/li><li class=\"blocks-gallery-item\"><figure><img loading=\"lazy\" width=\"769\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/learning-journey.info\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/IMG-20200915-WA0025-769x1024.jpg\" alt=\"\" data-id=\"1280\" data-link=\"https:\/\/learning-journey.info\/?attachment_id=1280\" class=\"wp-image-1280\" srcset=\"https:\/\/learning-journey.info\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/IMG-20200915-WA0025-769x1024.jpg 769w, https:\/\/learning-journey.info\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/IMG-20200915-WA0025-225x300.jpg 225w, https:\/\/learning-journey.info\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/IMG-20200915-WA0025-768x1023.jpg 768w, https:\/\/learning-journey.info\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/IMG-20200915-WA0025-1153x1536.jpg 1153w, https:\/\/learning-journey.info\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/IMG-20200915-WA0025.jpg 1201w\" sizes=\"(max-width: 767px) 89vw, (max-width: 1000px) 54vw, (max-width: 1071px) 543px, 580px\" \/><\/figure><\/li><li class=\"blocks-gallery-item\"><figure><img loading=\"lazy\" width=\"1024\" height=\"766\" src=\"https:\/\/learning-journey.info\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/IMG-20200915-WA0026-1024x766.jpg\" alt=\"\" data-id=\"1281\" data-link=\"https:\/\/learning-journey.info\/?attachment_id=1281\" class=\"wp-image-1281\" srcset=\"https:\/\/learning-journey.info\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/IMG-20200915-WA0026-1024x766.jpg 1024w, https:\/\/learning-journey.info\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/IMG-20200915-WA0026-300x225.jpg 300w, https:\/\/learning-journey.info\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/IMG-20200915-WA0026-768x575.jpg 768w, https:\/\/learning-journey.info\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/IMG-20200915-WA0026.jpg 1296w\" sizes=\"(max-width: 767px) 89vw, (max-width: 1000px) 54vw, (max-width: 1071px) 543px, 580px\" \/><\/figure><\/li><\/ul><\/figure>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute morgen um acht Uhr gab es das erste schweizerische Fr\u00fchst\u00fcck. 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